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Freitag, November 05, 2004

Ambon

Die Insel Ambon befindet sich in den Zentralmolukken, südlich von der Insel Seram. Ambon bedeckt mit 761 Quadratkilometern nur 0,89 % der indonesischen Landfläche. Auf Ambon befindet sich auch die gleichnamige Provinzhauptstadt der Molukken. Sie ist auf einem Hügel gelegen, von dem aus man die Bucht überblicken kann, die sich vor Ambon erstreckt.

Die Stadt Ambon wurde zwischen dem späten 15. Jahrhundert und dem frühen 16. Jahrhundert gegründet, als das Nossa Seinhora da Annunciada Fort von den portugiesischen Conquistadores errichtet wurde. 1602 wurde dieses Fort von den Niederländern übernommen und in Kasteel Victoria umbenannt. Es gibt noch etliche interessante historische und kulturelle Sehenswürdigkeiten zu erkunden, u.a. das schon erwähnte Fort. Obwohl die Ruinen des portugiesischen Forts bei Hila nahezu gänzlich hinter den gigantischen Wurzeln der Banyan Bäume verborgen sind, ist es doch einen Pflichtbesuch wert. Das Pattimura Memorial wurde zu Ehren von Thomas Matulessy errichtet, der sich 1917 gegen die niederländische Herrschaft auflehnte. Der ANZAC Kriegsfriedhof in der Nähe von Ambon ist der Austragungsort der jährlich am 25 August stattfindenden Gedenkfeierlichkeiten zu Ehren der im zweitem Weltkrieg gefallenen Soldaten. Das Museum Siwa Lima beherbergt eine feine Sammlung von lokalen Kunstgegenständen. Gute Strände und beeindruckende Korallenriffe befinden sich ebenfalls rund um Ambon. Unter ihnen sind Hunimoa, Namalatu und Latuhalat die bekanntesten. Namalatu hat den schönsten Strand.

Ambon ist seit der späten 90er Jahre häufig Schauplatz von Auseinandersetzungen zwischen der (ehemals mehrheitlich) christlichen Bevölkerung und islamischen Zuwanderern. Zeitweise zieht sich eine regelrechte Stacheldrahtmauer durch die Stadt.

Seram

Seram ist die zweitgrößte Insel der Molukken und nahezu unberührt von äußeren Einflüssen, was auf ihrem wilden und zerklüfteten Landesinneren beruht. Seram ist von heftigen Regenschauern charakterisiert, die das ganze Jahr über stattfinden.




Touristische Bekanntheit hat es vorwiegend durch seine Natur erlangt, die als Paradies für Ornithologen gilt. Für Trekkingbegeisterte bietet der Manusela Nationalpark einige ungewöhnliche Touren, die garantiert nicht in das übliche, ausgetrampelte Trekkingklischee passen. Unterkunft und Information findet man eher auf der stärker bevölkerten Südküste. Die Nordküste bietet einige der besten Schnorchelplätze in den Molukken. Asele, eine Stunde von Wahai entfernt, wäre ein solcher Geheimtipp.